Die Wahrheit über Kamelle

Im Kindergarten mitgehört:

Dass es schneit ist richtig. Denn Kaneval fallen Süßigkeiten und Bonbons aus dem Himmel. Da muss der Schnee erst Platz machen.

Advertisements

Spielplatz (II)

Johannes setzt sich auf Kevins Rad.

Hey Kevin, darf ich mit deinem Rad fahren? 

Kevin steht auf. Er war ganz ins Backen vertieft und hat den anderen Jungen nicht kommen sehen. Nun steht er da und ich sehe ihn regelrecht denken. Natürlich nein. Das Rad ist sein ein und alles. Stets geputzt und das Schutzblech in richtigen Winkel aufgestellt, so dass es gut aussieht.

Los Kevin. Lass mich fahren. Ich sitz ja schon drauf, du musst nur ja sagen!

Nö.

Ach lass mich doch! Schau ich sitze ja schon!

Johannes rollt ein paar Zentimeter vor und zurück. Kevin bleibt stark: Nein!

Aber Johannes, der mit seinen langen Beinen die Pedale mit den Knien treten kann, rollt weiter vor und zurück. Kevin steht da. Angespannt.

Da reicht es mir.

Johannes, los runter vom Rad. Kevin hat schon zweimal nein gesagt. Das muss wirklich reichen. Hast du kein eigenes Rad? 

Er steigt ab. Ein wenig getreten sieht er aus und sagt… is kaputt… und geht die Kinder bei den Schaukeln nerven.

Nein heißt nein. Auch auf dem Spielplatz. Gerade da.  

Spielplatz (I)

Neulich nachmittags auf dem Spielplatz. Der Kleine Grund buddelt mit Kevin und ein paar anderen Kindern im Sand. Ich hatte Kevin gesagt, dass er dem Kleinen Grund etwas aus Sand bauen kann und er baut es nach. So als wäre er der Lehrer. Der kleine lernt vom großen. Kevin hat erst gelacht. Dann aber sein Fahrrad, das neue tolle große Rad, neben  dem Sandkasten geparkt und los ging das Kuchenbacken.  Andere Kinder fuhren auf Rollern oder schaukelten. Dann kam Johannes mit nem Kumpel um die Ecke. 

Unterschriftensammler

Neulich vor der Haustür. Sprechen mich ein paar Nachbarskinder an.

Können Sie hier bitte auch unterschreiben?

Wofür ist das?

Wir möchten nicht mehr, dass die Zigeuner in unseren Mülltonnen wühlen!

Und wie helfen euch da Unterschriften?

Wir geben die einer Organisation und die geben dann Geld für einen Zaun um den Müllplatz. 
Puh. 

Dreier mit Hindernissen

Im Speisesaal. Kurz vorm Nachtisch.

Räumt mal die leeren Teller weg! – Geht nicht. – ??? – Das sind nur zwei. – Ja. Und? Wegräumen. Nachtischholen. Lecker. – Das geht nicht wegen der Dreierregel!

Die Dreierregel besagt, dass am Tisch immer drei leere Teller gestapelt und abgeräumt werden. Würde jeder nur seinen Teller wegbringen wäre es zu wuselig und voll am Abräumwagen. Mehr als drei werden zu schwer und führen zu Scherben. Es ist immer Platz für sechs Kinder je Tisch. 

Die Kinder hier saßen zu fünft beim Essen. Und haben offenbar den Hintergrund der Dreierregel nicht erkannt, sodass sie diese nicht angemessen anpassen konnten. Daher das Problem.

Wir haben es dann aber auch noch zum Nachtisch geschafft.